Wie wirkt sich der Wassergehalt auf den Heizwert aus?

Mit steigendem Wassergehalt sinkt der Heizwert des Brennholzes je Kilogramm. Das Holz enthält dann weniger brennbare Trockenmasse, und beim Abbrand wird Energie benötigt, um das enthaltene Wasser zu erwärmen und zu verdampfen.

Der Wassergehalt bezeichnet den Wasseranteil an der feuchten Gesamtmasse. Er darf nicht ohne Prüfung mit anders definierten Feuchteangaben gleichgesetzt werden; die Abgrenzung erklärt das Glossar zur Holzfeuchte und zum Wassergehalt. Für eine Heizwertrechnung muss die Eingabe zur verwendeten Definition passen. Sonst wirkt das Ergebnis genauer, als die Ausgangsdaten es zulassen.

Der Heizwert-Rechner nach Holzart leitet den Heizwert deshalb aus Holzart und eingegebenem Wassergehalt ab. Er behandelt Feuchte nicht als nachträglichen Hinweis, sondern als Bestandteil der Rechnung. So lässt sich auch erkennen, warum ein pauschaler Heizwert für jede Holzart den Zustand des konkreten Brennholzes nicht ausreichend beschreibt.

Ist das Holz noch zu feucht für den vorgesehenen Einsatz, hilft der Ratgeber Brennholz trocknen und lagern bei der Einordnung von Lagerung und Kontrolle. Eine feste Monatszahl gibt es dort bewusst nicht: Vor dem Verbrennen sollte der tatsächliche Zustand des Holzes separat gemessen werden, nicht nur aus Lagerdauer geschätzt.