Warum haben Buche und Fichte einen unterschiedlichen Heizwert?

Buche und Fichte unterscheiden sich vor allem beim Energieinhalt je Raummaß, weil in einem Raummeter dichtes Buchenholz mehr Trockenmasse steckt als in demselben Raummaß Fichtenholz. Je Kilogramm ist Buche nicht automatisch im Vorteil; im verwendeten Rechnerschema liegt der trockene Heizwert von Nadelholz mit 5,2 kWh/kg sogar leicht über Laubholz mit 5,0 kWh/kg.

Die Raumdichte beschreibt hier die Trockenmasse je ungeschwundenem Festmeter. Buche ist dichter als Fichte. Ein gleich großer Stapel Buche bringt deshalb mehr Holzmasse mit und kann insgesamt mehr Energie enthalten. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass ein Kilogramm Buche den gleichen Vorsprung hat: Die Dichte erklärt den Unterschied je Volumen, nicht unmittelbar den Heizwert Hu je Kilogramm.

Für einen fairen Vergleich müssen außerdem Wassergehalt und Verkaufseinheit übereinstimmen. Feuchteres Holz enthält je Kilogramm weniger brennbare Trockenmasse, und ein Teil der Energie wird zum Erwärmen und Verdampfen des Wassers benötigt. Der Heizwert-Rechner nach Holzart verbindet deshalb Holzart, Wassergehalt und Raummaß, statt Buche oder Fichte einen einzigen pauschalen Wert zuzuweisen. Vergleiche seine Angaben daher immer in derselben Einheit und bei gleichem Wassergehalt. Das Ergebnis bleibt eine Orientierung auf Basis von Referenzwerten; ein realer Stapel kann durch Holzqualität, Schichtung und Feuchte abweichen.